Fest: Einweihung der neuen BF Wache 6200 am Kummerower Ring in Berlin-Hellersdorf - Dokumentation
15.Dezember 2006 - 11:00 Uhr. Geschichte: Bereits vor der Entstehung des Neubaugebietes in Hellersdorf gab es eine
Freiwillige Feuerwehr im Bezirk. Mit der Gründung des Stadtbezirkes Hellersdorf Mitte der 80er Jahre bekam die FF Hellersdorf ein eigenes
Gebäude in der Hellersdorfer Straße. Nach dem Mauerfall 1989 waren die Pläne für den späteren Bau einer Berufsfeuerwache erst einmal
in Frage gestellt. Die zusätzliche Wahrnehmung des Rettungsdienstes durch die Berufsfeuerwachen im Ostteil der Stadt erforderte einen
höheren Personalstand. Die Folge war, dass das Personal räumlich mehr schlecht als recht untergebracht werden konnte.
Mietwohnungen wurden als Büroflächen und Ruheräume genutzt, zum Umkleiden von Privat in Einsatzkleidung musste ein zusätzlich
aufgestellter Container genügen. Die Feuerwache "platzte aus allen Nähten".
Es war klar, dass ein Neubau für die Berufsfeuerwehr erforderlich ist.
Zunächst war ein Grundstück an der B1B5 vorgesehen. Im Rahmen der Neustrukturierung für Berlin sollte das Wachkonzept weg von großen
Feuerwachen hin zu vielen kleinen Stützpunkten verändert werden. Radikale Kürzungen der Neubaumaßnahmen waren Folgen wachsender
Finanzprobleme der Stadt und damit auch der Berliner Feuerwehr, wodurch der Neubau auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
Die unzumutbaren räumlichen Verhältnisse und die stark anwachsenden Einsatzzahlen machten eine Lösung jedoch dringend erforderlich.
Im Juni 2000 wurde das ehemalige Gebäude des Polizeiabschnittes 71 für die Nutzung der neuen Berufsfeuerwehr Hellersdorf vorgeschlagen.
Das Gebäude am Kummerower Ring liegt direkt an der Cecilien Strasse, einer Hauptverbindungsstraße innerhalb des Bezirkes Hellersdorf.
Eine entsprechende Fahrzeughalle musste jedoch noch gebaut werden. Aus einsatztaktischen Gründen wurde darauf verzichtet, auch die
Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf in dem Gebäude unterzubringen. Viele Mitglieder der FF wohnen in der Umgebung des alten Standortes
Hellersdorfer Straße. Die Ausrückzeit wäre durch einen Umzug der FF in das neue Gebäude nicht mehr gewährleistet gewesen.
Im Jahr 2001 wurde ein geändertes Bedarfsprogramm für den neuen Standort eingereicht. Die Baugenehmigung für den Bau der neuen
Berufsfeuerwache in Höhe von 4,5 Mio € wurde im April 2004 beantragt. Die Prüfung des Bundesrechnungshofes ergab, dass die Kosten
erheblich gesenkt werden müssten. Daraufhin wurde ein an die Reduzierung angepassten Entwurf erstellt.
Die neuen Baukosten betrugen nun 3,5 Mio €.
Nachdem der neue Bauantrag eingereicht war, gab es eine Teilgenehmigung für den Abriss. Fast sämtliche Ingenieursleistungen wurden
kostengünstig durch die Serviceeinheit Bau und Grundstücke der Berliner Feuerwehr durchgeführt. Beginn der Baumaßnahmen war am
22. August 2005, das Richtfest wurde am 18. November 2005 gefeiert. Im März 2006 traf das bisher zügig vorangehende Bauvorhaben ein
erstes Insolvenzverfahren im Bereich Tiefbau empfindlich. Insgesamt wurden es drei Insolvenzen, die das Bauvorhaben verzögerten.
Im August 2006 begannen verstärkt die Innenausbaumaßnahmen, die Außenanlagen wurden im November abgeschlossen.
Anstrich- und Fliesenarbeiten waren zu diesem Zeitpunkt im vollen Gang.
Die neue BF-Wache hat eine Nutzfläche von 1300 m² und eine Fahrzeughalle mit fünf Fahrzeugständen.
Mit ca. 2,56 Mio € blieben die Baukosten in der zweijährigen Bauzeit weit hinter der veranschlagten Summe zurück. Die Besatzung der Wache
wird 60 Mann stark sein, die mit täglich 12 Funktionen und drei Rettungswagen, einer Drehleiter sowie einem Löschhilfeleistungsfahrzeug (LHF)
ausrücken können. Ein Katastrophenschutzfahrzeug befindet sich ebenfalls im Fuhrpark.
Statistik: Die BF Hellersdorf registrierte im Jahr 2005 über 10.000 Fahrzeugalarmierungen.
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