Feuer: In einer Schweinezuchtanlage in Schönfeld (BAR) - Dokumentation
Am 13.April 2007 wurden die Feuerwehr gegen 10:30 Uhr auf das Betriebsgelände einer Schweinezuchtanlage gerufen.
Seit Freitag herrscht in Schönfeld, dem kleinen Ortsteil nördlich in Werneuchen, der Ausnahmezustand.
Aus bisher unbekannter Ursache kam es zum Brandausbruch in einer Zuchtanlage mit ca. 3000 Schweinen in der Dorf Strasse.
Während des Brandes kam es zu mehreren Rauchgasdurchzündungen. Die Polizei warnte mit Lautsprecherdurchsagen die umliegenden
Anwohner. Die Bevölkerung sollte die Fenster geschlossen halten und die Wohnungen möglichst nicht verlassen.
Sechs Mitarbeiter des Betriebs wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung durch Rettungskräfte vor Ort behandelt,
zwei Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Stall brannte zwischenzeitlich in voller Ausdehnung.
Der Einsatz fordert von den Feuerwehrleuten das letzte. Die Kräfte, die in ihrem Feuerwehr-Leben schon so allerhand mit erlebt haben,
sind an die Grenze ihrer psychischen und physischen Belastung geraten. Das Schreien der kleinen Tiere vom Freitag klingt ihnen dabei
unentwegt in den Ohren. Der Anblick völlig desorientierter, verängstigter Jungtiere, teilweise mit angesengtem Fell oder dem Erstickungstod
durch Rauchgas nahe und der hilflose Umgang mit ihnen zerrt an den Nerven der Helfer und Retter. Die Vielzahl der betroffenen Tiere -
es sind weit über 2.700 Schweine und Ferkel zu beklagen - zog das Leiden in unerträgliche Länge.
Auch das THW - sie waren am gestrigen Samstag im Einsatz - steckt die Eindrücke nicht ohne Weiteres weg.
Die Zugänge wurden zu den verbrannten bzw.verendeten Kadaver wieder zum beräumen frei gemacht.
Vor Ort: FF Grünthal, FF Hirschfelde, FF Werneuchen, FF Schönfeld, FF Rüdnitz, FF Tempelfelde, FF Tiefensee, FF Willmersdorf,
FF Krummensee, FF Seefeld-Löhme, FF Schwanebeck, FF Zepernick, FF Wandlitz, FF Ahrensfelde, FF Bernau, FF Lindenberg,
FF Weesow, THW mit Einheiten aus Frankfurt/Oder, Cottbus, Berlin sowie Prenzlau, RTW, NEF, Polizei, Ordnungsamt,
Veterinäramt, Vertreter des Brandenburgischen Innenministeriums sowie der Landrat Barnim.
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